Mehrere Schiffe fahren auf dem Meer. Drüber sind Satelliten im Weltall eingezeichnet.

Sicherheitspolitik im Weltall und auf den Weltmeeren

Der Weltraum war lange ein Symbol internationaler Kooperation – insbesondere durch Projekte wie die Internationale Raumstation (ISS). Heute verändert sich die Lage jedoch deutlich. Der Weltraum wird immer mehr zu einem Raum des Wettbewerbs. Die wachsende Abhängigkeit moderner Gesellschaften von Satelliten- und Raumfahrttechnologien (z.B. Navigationen, Kommunikation, Wettervorhersagen, Finanztransaktionen und militärische Aufklärung) macht die Kontrolle von Erdumlaufbahnen zu einem strategischen Machtfaktor.

Ähnliche Entwicklungen zeigen sich auf den Weltmeeren. Auch sie ist ein staatsfreier Raum, deren Nutzung durch internationales Recht geregelt wird, in der Praxis jedoch angesichts zunehmender Großmachtkonkurrenz, schwieriger wird. Unterschiedliche Rechtsinterpretationen und politische Spannungen schaffen Unsicherheiten und erhöhen das Konfliktpotenzial.

Zudem sind Weltraum und maritime Räume sicherheitspolitisch eng miteinander verflochten. Satelliten sichern Navigation, Aufklärung und militärische Präzision auf See, während maritime Standorte – etwa in Polarregionen – strategische Vorteile für Raketenstarts bieten. Gerät einer der beiden Bereiche in Konflikt, wirkt sich dies schnell auf den anderen aus und verursacht größere Stabilitätsrisiken.

Die aktuelle Entwicklung wirft daher wichtige Fragen auf:

- Wie entstehen Konflikte in staatsfreien Räumen, und wie lassen sie sich begrenzen?

- Führt die enge Verbindung von See und All zu neuen Bündnissen zwischen Staaten?

- Warum werden internationale Regeln zunehmend infrage gestellt?

- Welche Fähigkeiten sind notwendig, um sich in diesen Räumen zu behaupten?

- Welche Rolle spielen private Unternehmen, und wie beeinflussen sie das Machtgefüge zwischen Staaten?

Eine zweitätige Fachtagung vom 28.-29. Oktober 2026 widmet sich genau diesen Themen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachleute aus der Praxis sind eingeladen, Vorschläge bis zum 15. April 2026 einzureichen.
Ziel ist es, die strategische Bedeutung von Weltraum und Weltmeeren besser zu verstehen und Lösungen für mehr Stabilität und Sicherheit zu diskutieren.

Bitte reichen Sie Ihre Vorschläge ausschließlich über diesen Link: https://www.schader-stiftung.de/veranstaltungen/aktuell/artikel/grenzenlose-sicherheit-die-verschraenkung-von-see-und-allÖffnet sich in einem neuen Fenster

Die Tagung wird im Schader-Forum in Darmstadt stattfinden.

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