Am 28. November 1983 startete das Space Shuttle Columbia mit dem europäischen Weltraumlabor Spacelab und Ulf Merbold – dem ersten Nicht-Amerikaner auf einer US-Shuttle-Mission. Während der zehn Tage im All wurden 72 Experimente aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen durchgeführt. Hauptziel war die Erprobung des Spacelab, das durch seinen modularen Aufbau flexible Forschungsmissionen ermöglichte. Die Mission war ein Erfolg und ebnete den Weg für über 20 weitere Spacelab-Einsätze.
Raumfahrtereignisse
Date of the Day
28. November 1983
Start von Spacelab 1 mit dem deutschen Astronauten Ulf Merbold
27. November 2019
ESA-Ministerratskonferenz: Deutschland stärkster Beitragszahler der ESA
Drei Jahre nach der letzten ESA-Ministerratskonferenz tagen Regierungsvertreter aus 22 Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumagentur am 27. und 28. November 2019 im spanischen Sevilla.
Deutschland beteiligt sich mit 3,3 Milliarden Euro an ESA-Programmen mit den Schwerpunkten Erdbeobachtung, Telekommunikation, Technologieförderung und Kommerzialisierung/New Space. Deutschland ist mit 22,9 Prozent stärkster Beitragszahler der ESA, gefolgt von Frankreich (18,5 Prozent, 2,66 Milliarden Euro), Italien (15,9 Prozent, 2,28 Milliarden Euro) und dem Vereinigten Königreich (11,5 Prozent,1,65 Milliarden Euro).
Die Ministerratskonferenz ist das höchste politische Entscheidungsgremium, das alle zwei bis drei Jahre den inhaltlichen und finanziellen Rahmen für die Raumfahrtprogramme der ESA festgelegt.
26. November 1965
Erster Satellitenstart ohne Beteiligung der USA oder der (damaligen) UdSSR
Frankreich startet von Hammaguir in Algerien mit einer Rakete vom Typ Diamant A den Satelliten Asterix ins All. Es ist der erste Satellitenstart ohne Beteiligung der USA oder der (damaligen) UdSSR.
25. November 1976
Sigmund Jähn und Eberhard Köllner sind für Ausbildung zu Kosmonauten ausgewählt
Sigmund Jähn ist der erste Deutsche im All. Zusammen mit Eberhard Köllner, beide Piloten aus den Luftstreitkräften der ehemaligen DDR, werden sie am 25. November 1976 für die Ausbildung zum Kosmonauten ausgewählt.
24. November 2022
ESA stellt weltweit ersten „Parastronauten“ vor
Bei der neuen Astronautengeneration der ESA, die am 24. November in Paris vorgestellt wird, ist erstmals ein Astronaut mit einer körperlichen Beeinträchtigung dabei. John McFall verlor bei einem Motorradunfall seinem rechten Oberschenkel. Seitdem trägt er eine Beinprothese. Der sportbegeisterte Brite macht sich bereits als erfolgreicher Para-Athlet bei nationalen und internationalen Laufwettbewerben einen Namen. McFall ist damit der erste europäische „Parastronaut“, also der erste Astronaut mit körperlicher Behinderung.
23. November 1977
Start des ersten europäischen Wettersatelliten Meteosat-1 von Cape Canaveral
Meteosat ist eine Konstellation von geosynchronen europäischen Wettersatelliten. Die Satelliten werden in enger Zusammenarbeit mit der ESA entwickelt und von der europäischen Organisation Eumetsat betrieben.
Seit Inbetriebnahme des ersten Satelliten im Jahr 1977 liefert Meteosat Wetterinformationen für die um den Nullmeridian liegenden Regionen der Erde. Bis heute werden Satelliten aus der Meteosat-Serie ins All befördert.
22. November 2022
Deutschland übernimmt ESA Präsidentschaft
Am 22. und 23. November 2022 tagen Regierungsvertreter aus 22 Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumagentur (ESA) in Paris und zeichnen insgesamt 16,9 Milliarden Euro für Raumfahrtprogramme der nächsten Jahre. Die Ministerratskonferenz ist das höchste politische Entscheidungsgremium, das in der Regel alle drei Jahre den inhaltlichen und finanziellen Rahmen für die Raumfahrtprogramme der ESA festgelegt.
Deutschland übernimmt in Paris den Vorsitz im ESA-Rat von Frankreich und wird die nächste Konferenz 2025 in Deutschland ausrichten.
21. November 2022
Raumschiff Orion passiert den Mond
Das Raumschiff Orion der Artemis I-Mondmission erreicht sein erstes Flugziel. Am 21. November 2022 fliegt es in nur 81 Meilen (rund 130 Kilometer) Entfernung an der Mondoberfläche vorbei.